02.10.2026 – Frankfurt
Mein erster Tourtag der 14-tägigen Jubiläumstour 2026 startete mit der Zugfahrt von Mannheim nach Frankfurt und, kaum zu glauben aber wahr, kam ich fast pünktlich am Hauptbahnhof an.
Dort erwartete mich schon freudig winkend mein lieber Kollege Matze, der aus München angereist war.
Das ist einfach immer der erste von so vielen schönen Momenten, wenn man nach gut einem Jahr endlich wieder auf die anderen Teammitglieder trifft.
Zusammem sind wir dann in die Kinderklinik gefahren und wurden dort sofort herzlichst von allen anderen „Grünlingen“ begrüßt. Diesen Spitznamen haben wir auf Grund unserer grünen Teamshirts von einem Papa verliehen bekommen.
Und dann ging es tatsächlich auch schon direkt los, denn Anika und ich hatten die ehrenvolle Aufgabe unsere 2 Hospitantinnen, Monique und Saskia, gemeinsam mit Steffi in Empfang zu nehmen. Die Freude war besonders groß, da ich Monique bereits kannte und wir es beide richtig schön fanden, dass ich sie an diesem Tag als Mentorin begleiten durfte.
Auch über meine Aufgabe für die restlichen Tourtage war ich sehr glücklich, denn bereits im letzten Jahr durfte ich mit Anika das Team-Catering übernehmen und wir hatten trotz einiger Zwischenfälle super viel Spaß zusammen.
Leider gab es auch nicht ganz so erfreuliche Nachrichten an diesem Morgen, denn sowohl 2 Künstler*innen, als auch ein Teammitglied konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen.
Glücklicherweise konnte Niki in letzter Minute wundervollen Ersatz organisieren, sodass sowohl Anne Mosters als auch Christoph Sakwerder und Gitarrist Lenny sich umgehend auf den Weg zu uns machten und zusammen mit Sebastian Wurth das Künstlerteam für diesen Tag in Frankfurt komplett machten.
Gestärkt vom Mittagessen starteten wir mit dem ersten Konzert in der Tagesklinik der onkologischen Ambulanz.
Da einige unserer Teammiglieder immer bereits ein paar Minuten vor den Artist am Ort des Geschehens eintreffen, um die Patient*innen zu begrüßen und schon mal ein wenig ins Gespräch zu kommen, konnte ich ein paar Worte mit einem kleinen Mädchen wechseln. Sie war etwas unruhig und auf meine Fragen, ob sie sich auf das Konzert freut und Musik mag, schaute sie mich sehr unbeeindruckt an und ich bekam nur ein Wort: “Nein!“
Kurz darauf startete das Konzert und es dauert nur ein paar Sekunden, da bat sie ihre Mama um ihr Handy und filmte ab dann bis zum letzten Ton. Ihre Mimik veränderte sich, sie fing an mitzuwippen und am Ende strahlte sie und klatschte Beifall. Ich traute mich nochmal nachzufragen, ob es eventuell doch gar nicht so blöd war, das Konzert. Diesmal war die Antwort ein eindeutiges Lächeln übers ganze Gesicht und die prall gefüllte Geschenktüte machte diesen Glücksmoment für sie wohl ziemlich perfekt.
Für das zweite Konzert auf der Allgemeinen Pädiatrie wurde alles möglich gemacht, dass auch eine ganz kleine Patientin daran teilnehmen konnte und so wurde sie mit samt ihrem sehr großen Bett in den Flur geschoben. Sie war sofort fasziniert von unseren Handpuppen und als die Musik begann, fing sie immer wieder an zu klatschen und uns anzustrahlen.
Mit ihrem Song „Strong“ berührte Anne Mosters eine Mama so sehr, dass ein paar Tränchen kullerten. Auch das gehört immer wieder dazu, dass auch die Eltern mal loslassen können und ihre Stärke mal Pause machen darf.
Das letzte Konzert, an dem ich an diesem Tag teilnehmen durfte, fand auf der Kinder-und Jugendpsychiatrischen Station statt, knapp 50 Patient*innen warteten dort gespannt auf die Artists und was soll ich sagen, Anne, Christoph, Sebastian hätten keine passenderen Songs auswählen können.
Spontan wurden sie sogar noch von einem Klinik- Mitarbeiter auf dem Cajon begleitet.
Besonders berührt haben mich drei jugendliche Mädchen, die sich so liebevoll umeinander gekümmert, sich in den Armen gehalten und immer wieder gegenseitig über den Kopf gestreichelt haben.
Die Atmosphäre im Raum war so friedlich und irgendwie hat es die Musik einfach mal wieder geschafft ein wenig Licht und Leichtigkeit zu zaubern.
Ich bin mir ganz sicher, dass diese Momente bei vielen Patient*innen, Eltern und auch dem Pflegepersonal noch lange nachwirken werden. Bei uns im Team definitiv auch.
Und als wir am Abend vor der Abreise alle noch ein wenig im Aufenthaltsraum zusammen saßen, wurden wir von einigen Klinikmitarbeiterinnen überrascht. Mit ganz herzlichen Worten und einem selbstgestalteten Bild bedankten sie sich bei uns für diesen ganz besonderen Tag.
Mit randvollen Herzen sind wir dann nach dem allabendlichen Beladen des Trailers und dem Verstauen unserer Koffer im Bus gegen Mitternacht in unsere Betten gefallen und unser lieber Fahrer Raffael hat uns sicher durch die Nacht geschaukelt, damit wir am nächsten Morgen in Garmisch-Partenkirchen in unsere 2 Off-Days starten konnten.
Ein riesiges Dankeschön an Anne, Christoph, Sebastian und Lenny, ihr habt diesen Tag ganz besonders wundervoll gemacht.
Ganz liebe Grüße
Danielle
Fotos: Julia Tiemann
Video: Calvin Müller
