4. Tourstadt – Siegen

25.09.2025 – Siegen

Der vierte Tag unserer diesjährigen Tour fand in der DRK-Kinderklinik Siegen statt. Drei volle Konzerttage und vier Nächte mit wenig Schlaf im Nightliner hatten bereits ihre Spuren hinterlassen, jedoch nichts, was genügend Kaffee und etwas gemeinsamer Morgensport nicht wieder richten könnten.

In Siegen erwartete uns erneut ein freudiges Wiedersehen mit Gregor Hägele. Bereits 2022 spielte Gregor das erste Kinderklinikkonzert für unseren Verein. Wer schon einmal das Glück hatte, ein Kinderklinikkonzert mit Gregor zu erleben, weiß: Der Kinderklinikkonzerte e.V. und Gregor sind ein Perfect Match. Gregor schafft es direkt ab dem ersten Konzertmoment, die Kinder und Jugendlichen mit seiner positiven Ausstrahlung in den Bann zu ziehen. Dabei begegnet er jedem einzelnen Kind und Jugendlichen mit so viel bedingungsloser Wertschätzung und Empathie und bezieht sie immer wieder in seine Musik mit ein. Damit schafft er eine Atmosphäre von ganz persönlichen Privatkonzerten im trubeligen Klinikkontext und zeigt den kleinen und großen Konzertbesucher:innen, wie besonders und wichtig sie sind.

Somit ist es also kein Zufall, dass Gregor in Siegen bereits zum 8. Mal Teil der Kinderklinikkonzerte war. Mit dabei waren an diesem Tag außerdem Carolin und Daniel von der Band Glasperlenspiel und Sebastian Wurth, der auch bereits zwei Kinderklinikkonzerte für uns gespielt hat. Gemeinsam besuchten die vier Musikerinnen und Musiker sieben Stationen der Klinik und schenkten den Kindern, ihren Familien und auch den Mitarbeitenden unvergessliche Momente der Abwechslung.

Mir wird vor allem der Besuch auf der „Kinderinsel“ in ganz besonderer Erinnerung bleiben. Hier lernte ich Mitarbeitende kennen, die für ihren Job leben und so viel für die Patient:innen möglich machen, die oft über Jahre dort stationär gepflegt und aufgrund verschiedener Erkrankungen beatmet werden müssen. Es war so schön zu sehen, wie viel Freude wir durch die Musik bereiten konnten und wie ausgelassen die Stimmung im Raum war. Wir sangen gemeinsam Lieder über Selbstliebe, Vertrauen und Zuversicht, tanzten zu Songs, die das Leben in all seinen Facetten feiern. Jeder nahm die Musik auf seine ganz eigene Weise wahr – mal wild und laut, mal leise und ganz für sich. Und für einen Moment schaffte es die Musik, alle Anwesenden in ihrer Unterschiedlichkeit zu einen. Sie erinnert uns daran, dass uns letztlich mehr Dinge miteinander verbinden, als uns trennen.

„Ich bin für dich da, du für mich.
Nimm dich, wie du bist, vergleiche dich nicht.
Ist dein Kompass auch mal kaputt, alles Asche und Schutt, fühlst du dich allein, lass mich dein Polarlicht sein.“
– Sebastian Wurth, Polarlicht

Eure Josefine D.

 
Fotos: Julia Tiemann 

Video: Calvin Müller