Über zwei Wochen ist unser Hamburger Kinderklinikkonzert nun schon vorüber. Und ganz ehrlich? Es fühlt sich an als wäre es erst gestern gewesen. Die vielen Bilder, Eindrücke und Emotionen sind noch ganz, ganz frisch. Ich musste mich die letzten Tage erst einmal sortieren. Noch nie hat mich ein Kinderklinikkonzert so nachhaltig mitgenommen. Emotional war es zwar immer, aber nicht so wie dieses Mal. Erst konnte ich gar nicht weinen und dann fast drei Tage am Stück. Vor Freude, Glück, Eindrücken, Schicksalsschlägen und Überforderung. Bevor ich mich für das Ende meiner Notfallsanitäter-Weiterbildung für einige Zeit aus dem Verein zurückziehe um mich in Ruhe auf die Prüfungen vorbereiten zu können, habe ich euch zum „Abschied“ meine Gedanken über eins unserer berührendsten Kinderklinikkonzerte aufgeschrieben.

14.11.2017

Aber von vorn: Für Anna-Lisa, Marco, Nadja und mich startete das Hamburg- Abenteuer schon am Dienstag, den 14.November 2017, also zwei Tage vor dem eigentlichen Kinderklinikkonzert. Während Nadja am Abend aus Berlin nach Hamburg reiste, beluden wir anderen Drei gemeinsam mit Antje und Patrick am Nachmittag den Transporter im Magdeburger Büro mit Sachspenden, Getränken, Merchbechern und Bühnendeko. Danach ging es auch für uns in den Norden. Nach dem Einchecken im Hotel trafen wir uns alle bei einem Italiener in Eppendorf um gemeinsam Abendbrot zu essen. Eine schöne vorfreudige Stimmung, denn allen war klar, dass sie sehr viel im Vorfeld für diese Konzerttage gearbeitet hatten.

 

15.11.2017

Während wir, die bereits in Hamburg waren, zunächst gemütlich frühstücken konnten und mitten im Café „Salon Wechsel dich“ die Moderationskarten bastelten, machten sich Jenny, Markus, Josi und unsere liebe Danielle von CO-OP Events aus Magdeburg auf den Weg zu uns. Um 14.00 Uhr trafen wir uns alle im Kinder-UKE. Hie-Sun Yang, die Assistentin der pflegerischen Leitung des Kinder-UKE begrüßte uns herzlich mit Kaffee, Tee und Keksen. Nach einem Überblick über die räumlichen Gegebenheiten, die Stationen und Parkmöglichkeiten galt es gemeinsam die ersten Tische und Stühle zu schleppen. Hier lernten wir auch Chiara kennen, eine junge Patientin die an diesem Tag ihren 12. Geburtstag feierte. Ihre Oma entdeckte uns im Foyer der Klinik und hatte schon vor ein paar Tagen unsere Plakate im Kinder-UKE gesehen. Nach einer kurzen Unterhaltung beschlossen wir Chiara auf ihrer Station zu besuchen und überraschten sie mit einem Happy Birthday Ständchen sowie einem großen Plüschelefanten. Anschließend schossen wir noch gemeinsame Erinnerungsfotos. Ich versprach Chiara, die am nächsten Tag eine OP hatte, hoch und heilig, dass wir sie morgen besuchen werden und dass wir, falls sie nicht aufstehen darf auf alle Fälle an ihr Bett kommen würden. Natürlich blieb es mein Geheimnis, wen wir da am Folgetag im Schlepptau haben werden.

18.30 Uhr machten wir uns alle auf den Weg in die HafenCity, wo wir schon bald mit Antje, Manu, Katrin und Anja Pa. den Rest unseres Teams begrüßen konnten. Beim gemeinsamen Abendessen wurde Nadja und mir klar, wie unglaublich viel sich in den letzten 6 Jahren „Kinderklinikkonzerte“ getan hat. Da saßen wir nun mit unserem Team, 12 Mann mitten in Hamburg, jeder mit seiner ganz eigenen Geschichte, die ihn zu uns gebracht hat, vor einem unserer größten Kinderklinikkonzerte. Einzig die Müdigkeit nach einem langen, anstrengenden Tag und der bevorstehende Konzerttag hielten uns davon ab, nicht noch bis in die frühen Morgenstunden zusammen zu sitzen. 23.00 Uhr lagen wir alle in unseren Eppendorfer Hotelbetten.

 

16.11.2017

Punkt 4.30 Uhr klingelte mein Wecker, Nadja und ich sind mittlerweile Profis was unser Timing im Bad an Konzerttagen angeht. Als Chefinnen der ganzen Travelparty wollten wir natürlich auch nicht die Letzten sein, die 6.50 Uhr im Foyer stehen. Ihr habt richtig gelesen! Bereits 6.50 Uhr sind wir alle gemeinsam zum UKE gelaufen. Dank der tollen Organisation wartete dort auch schon frischer Kaffee, Tee und Obst auf uns. So konnten wir 7.30 Uhr unser Teammeeting, einer der wichtigsten Tagespunkte vor jedem Konzert, beginnen. Unser Zeitplan, den jedes Teammitglied im Vorfeld bekommt umfasste dieses Mal ganze 11 Seiten. In den Teammeetings am Morgen gehen wir nochmal alle besonders wichtigen Punkte, eventuelle Änderungen sowie Fragen durch, damit wir einen möglichst reibungslosen Ablauf während des Aufbaus und natürlich auch während des Konzertes haben. 8.00 Uhr ging es im Kinder-UKE dann schon richtig rund. Die liebe Yasmina vom Osterdeich-Catering brachte unser Frühstück, die drei lieben Securitys von Mekka Security trafen ein und wir bekamen eine erste Lieferung von Stühlen, Absperrbändern, Bierzeltgarnituren usw.

Doch eine Lieferung fehlte. Die gesamte Tontechnik stand im Stau. Nachdem wir alle gemeinsam gefrühstückt hatten und immer noch keiner aufgetaucht war, disponierten wir unseren ganzen Plan für den restlichen Vormittag kurzerhand um. Aufbau von Geschenktüten, Sitzplätzen sowie später Bühne, Moltonabtrennung und Technik liefen gleichzeitig. Hier bekamen wir ganz stolz zu sehen wie toll eingespielt wir mit unserem Team mittlerweile sind. Jeder packte mit an wo er konnte, alle kämpften dafür, dass am Mittag der Soundcheck und damit auch das Konzert pünktlich beginnen konnten.
12.00 Uhr war vom Osterdeich-Catering wieder ein tolles Mittagsbuffet aufgebaut worden und wir konnten mit Lisa und Daniela von essence unsere ersten Gäste empfangen, die extra aus der Firmenzentrale in Hessen zu uns gekommen waren. Endlich konnten wir zwei Gesichter von unseren treuesten und größten Unterstützern persönlich kennenlernen. Bereits seit 2014 unterstützt uns die cosnova GmbH mit ihrer Marke essence bei den Kinderklinikkonzerten. Der ein oder andere erinnert sich neben den vielen Sachspendentütchen vielleicht auch noch an unseren Ausflug zu den MTV EMAs nach Glasgow oder die Nagellackregale, die wir mal gemeinsam versteigerten. In diesem Jahr hat uns das Team von essence auch wieder finanziell unterstützt und uns damit geholfen das Hamburger Kinderklinikkonzert zu finanzieren. Auch, wenn alle Bands ohne Gage spielen, gibt es jede Menge Kosten, die bei jeder Veranstaltung gedeckt werden müssen.
Zwischenzeitlich trafen auch Sara und Jeni von Vorlautfilm bei uns ein und wieder kamen sie, die Gedanken, wie schön es ist mit seinem ganz eigenen und vertrauten Team durch all die deutschen Kinderkliniken zu reisen. <3

Während im Bühnenbereich im Foyer noch die letzten Kabel zusammengesteckt und die letzten Stühle aufgeklappt wurden, konnte der erste Teil des Teams das leckere Mittagessen genießen. Eine halbe Stunde später klingelte bereits mein Handy und das bedeutete: Die wichtigsten Männer des Tages waren angekommen. In dem Fall waren das Max Giesinger und sein Manager Lars Brand.
Ganz ehrlich? An immer genau diesem Moment beginnt bei mir das große Aufatmen. Natürlich drehen sich im Vorfeld die Gedanken bei uns im Vorstand auch schon mal darum was ist, wenn der Musiker plötzlich nicht kommen kann. Vielleicht weil krankheitsbedingt die Stimme weg ist und singen unmöglich macht. Was machen wir dann mit all den Verträgen, die wir z.B. mit den Tontechnikern und den Eventausstattern haben? Was passiert mit den Urlaubstagen, die wir alle gerade nehmen und wie trösten wir die Kinder, die zwar nicht wissen, wer das Konzert spielen wird, sich aber schon auf einen ablenkenden Nachmittag freuen? Um es kurz zu machen, wir mussten feststellen, dass es dafür nicht die eine Lösung, nicht den einen Plan B und eigentlich auch gar keine gute Alternative gibt.
Denn am Beispiel Hamburg gesehen waren wir seit Sommer 2016 regelmäßig in der Klinik zu Besuch und seit Anfang Februar habe ich mich telefonisch oder per Mail immer und immer wieder mit Lars abgestimmt, was Termin und Verlauf des Konzertes angeht. 3 Wochen vor dem Konzert konnten wir uns dann sogar in Magdeburg noch persönlich besprechen, was viel geholfen hat. Jeder wusste wer einen erwartet und das war auch gut so, denn in Hamburg war Vieles anders als sonst. Zum ersten Mal haben wir unsere beiden Kinderklinikkonzert-Konzepte vermischt. Neben dem Konzert im Foyer für alle Kinder, die aufstehen konnten, spielte Max im Anschluss noch gut zwei Stunden direkt an den Krankenbetten.
Bevor es aber so weit war, stand nach der Ankunft der Soundcheck an. Pünktlich war auch unsere liebe Danielle mit dem Techniker von Groh P.A. fertig geworden und keiner merkte etwas von der anfänglichen Planänderung am Morgen. Während der andere Teil des Teams nun auch endlich Mittagessen konnte, lauschte der Rest von uns gespannt dem Soundcheck von Max. Oft ist das immer die große Ruhe vor dem Sturm und man sieht viele aus dem Kinderklinikkonzerte-Team leise mitsingen, innehalten und nochmal durchatmen. Nachdem der Soundcheck geschafft war und alles bereit für den Einlass war, machten Nadja und ich es uns gemeinsam mit Lars und Max im Theater-Raum des Kinder-UKE gemütlich.

Wir gingen nochmal den Ablauf durch, bewunderten gemeinsam unsere neuen Flightcases, … Bis es plötzlich an der Tür klopfte. Natürlich habe ich mir überhaupt nichts dabei gedacht, als ich die Tür öffnete und zunächst nur Marco aus unserem Team sah, der meinte, dass er uns „jemanden mitgebracht“ hätte. Niemanden haben wir erwartet und schon gar nicht Johannes von Revolverheld, den ich dann auf den nächsten Blick entdeckte. Meinem völlig entgleisten Gesicht folgte eine herzliche Umarmung. Scherzhaft hatte ich unserem Fotografen Tim, der ebenfalls mit in der Tür stand, einige Tage vor dem Konzert noch geschrieben, dass Johannes das Lösegeld für ihn dann mit mir aushandeln soll, als er fragte ob er Johannes vor unserem Konzert noch kurz helfen könne ;) Diese dicke Überraschung war auf alle Fälle sehr gelungen, eine herzliche Geste bei der Nadja und ich den Tränen sehr, sehr nah waren. Zum ersten Mal haben wir uns nach unserem gemeinsamen Kinderklinikkonzert im Jahr 2014 wiedergesehen und uns doch nie so richtig aus den Augen verloren. Auch im Vorfeld des Hamburger Kinderklinikkonzertes hat uns Johannes immer und immer wieder geholfen. Mir flog in dem Moment ein Film mit all den schönen Momenten durch den Kopf, die wir seit 2014 erlebt haben. Da waren so viele glückliche Kinder, tolle Bands die es den Jungs gleichgetan und bei uns gespielt haben, Preise, Spenden oder sogar die Vereinsgründung die danach natürlich einer der größten Meilensteine war.

Kurz vor Konzertbeginn mussten wir uns von Johannes verabschieden und unsere großartige Vorstandsassistentin Anna Lisa meldete kurz darauf „Einlass beendet“. Im Konzertbereich gleich hinter dem Haupteingang, der am Morgen mühevoll von Danielle, Groh P.A. sowie unserem Team abgetrennt worden war, hatten viele Patienten, ihre Geschwisterkinder, Eltern sowie einige betreuende Schwestern, Pfleger und Ärzte Platz genommen. Es folgte die Anmoderation von Sonja Spahl, der pflegerischen Leitung des Kinder-UKE, welche Nadja und mich ankündigte.

Ganz traditionell übernahmen wir Vorstandsmädels das Lüften des Geheimnisses, wer das Kinderklinikkonzert spielen wird. Als wir Max ankündigten war der Jubel natürlich groß. Mit „Wenn sie tanzt“ eröffnete er das 1. Hamburger Kinderklinikkonzert. Natürlich folgten auch alle weiteren Hits seines aktuellen Albums „Der Junge der rennt.“, die da wären: „Roulette“, „Nicht so schnell“ und natürlich „80 Millionen“. Letzteres wurde relativ schnell von den jungen Patienten eingefordert und von zahlreichen Kids mitgesungen. Auch der Schlusssong vom 45minütigen Foyer Konzert hätte nicht passender sein können. Mit „Du kannst das“ und seinem unheimlich mutmachenden Text, entließ Max seine kleinen Zuhörer wieder zurück auf die Stationen.

Zwei weitere Überraschungen durften aber dennoch nicht fehlen. Dass das Kinderklinikkonzerte-Team am Ende des Konzertes noch einen Song gemeinsam mit allen Kindern als Dankeschön für die auftretende Band singt, ist mittlerweile auch eine feste Tradition geworden. Spitze, wenn man im Team auch noch eine Berufsmusikerin hat. Unsere liebe Antje begleitete uns alle mit der Gitarre und so erklang im Foyer des Kinder-UKE erneut „Soweit gekommen und so viel gesehen, so viel passiert, dass wir nicht verstehen. Ich weiß es nicht, doch ich frag es mich schon, wie hast du mich gefunden. Einer von 80 MILLIONEN.“ Uuund danach gab es natürlich auch bei unserem 13. Kinderklinikkonzert für alle Kinder eine prall gefüllte Geschenktüte, die wir gemeinsam mit 50 tollen Sachspenderfirmen und einem unglaublichen Sachspendenwert von 19.000€ (für alle drei Kinderklinikkonzerte 2017) füllen konnten. Natürlich stand auch Max geduldig für zahlreiche Selfies bereit und erfüllte jeden Autogrammwunsch.
Im Anschluss machten wir alle eine gemeinsame Kaffeepause und stärkten uns mit leckeren Desserts oder plünderten nochmal das Mittagsbuffet. Danach wurden wir schon gespannt auf der Kinderonkologie erwartet, wo sich alle Patienten im Spielzimmer versammelt hatten. Zunächst überraschten wir dort gemeinsam mit den Kindern eine Schwester, die heute Geburtstag hatte und weder was vom Konzert noch von Max ahnte, mit einem Geburtstagsständchen. Nach einigen Songs wurde auch Chiara, unser Geburtstagskind vom Vortag noch nachträglich von Max beglückwünscht, denn selbstverständlich halte ich meine Versprechen ;) Sie hatte nun die Ehre sich den nächsten Song zu wünschen und entschied sich natürlich für „80 Millionen“. Auch bei allen Konzerten direkt auf den Stationen und an den einzelnen Krankenbetten verteilten wir die Geschenktüten und Max fleißig Autogramme.

Nach einer halben Stunde auf der Onkologie zogen wir weiter. Es warteten ab sofort Kinder auf uns, die ihr Zimmer nicht verlassen durften. Entweder weil sie an Infektionen leiden, ein zu schwaches Immunsystem haben, frisch operiert worden sind oder überwacht werden mussten. Diese Kinder waren teilweise bereits seit Wochen in ihren Zimmern „eingesperrt“ um ihren Heilungsprozess nicht zu gefährden. Diese Situation sah man den Gesichtern der kleinen Patienten sowie ihren Eltern häufig an. Doch hier zeigte sich so schön die Wahrheit in dem Spruch: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich“ ist. Nach nur einem Song am Bett oder ein paar eisbrechenden Gesten unserer Handpuppen, konnten wir am Ende allen ein Lächeln entlocken. Gamze strahlte als hätte es für sie keinen schöneren Tag geben können, der kleine Theo wollte nach Tagen plötzlich wieder aufstehen und zwei ältere Mädels zückten ihre Handys und wollten den Moment am liebsten für immer festhalten.

Während immer ein Teil des Teams mit Max über die Stationen zog, baute der Rest unten im Foyer ab, sodass alle Transporter und LKWs der Anlieferer pünktlich beladen werden konnten. Zeitverzug würde immer auch Mehrkosten bedeuten. Das wollen wir aus Verantwortung gegenüber der uns anvertrauten Spenden natürlich unbedingt vermeiden. 18.00 Uhr aber trafen sich all unsere Wege wieder im kleinen Theater des Kinder-UKE, wo unser Team fleißig kühle Getränke bereitgestellt hatte. Nadja und mir war es unendlich wichtig all den tollen Helfern nochmals Danke zu sagen, allen voran natürlich unserem Kinderklinikkonzerte e.V.-Team. Bei Max, Lars, Flo, Tim und Hie-Sun bedankten wir uns mit kleinen persönlichen Geschenken, bevor noch Zeit für ein paar Gespräche und einen ruhigen Abschluss blieb. Weil jeder schöne Tag einmal zu Ende geht, mussten wir uns auch in Hamburg irgendwann leider, aber voller Dankbarkeit von Lars und Max verabschieden. Gleichzeitig machten sich auch Danielle und Marco wieder auf den Rückweg nach Magdeburg, im Gepäck einen Transporter voller Material, welches wieder zurück ins Vereinsbüro gebracht werden musste.

Alle anderen Teammitglieder packten ebenfalls zusammen, mit Hie-Sun und Tim ging es zum gemeinsamen Abendessen irgendwo in Eppendorf. Wir sprudelten förmlich vor neunhunderttausend Eindrücken, die auf jeden von uns eingeprasselt sind und stärkten uns bei allerlei asiatischen Leckereien. Wie haben die anderen das Konzert empfunden? Gab es Probleme? Was lief besonders gut, was vielleicht nicht? Einer der wichtigsten Teammeetings eines Konzerttages. Hier sacken alle Gedanken und genau hier schreibe ich manchmal schon heimlich im Handy mit, was für das nächste Konzert aus diesen Eindrücken heraus wichtig ist. Mit unserem Fotografen Tim und Hie- Sun von Seiten der Klinik hatten wir dieses Mal natürlich das besondere Glück gleich noch die Sicht „Außenstehender“ zu hören. Im Anschluss ging es für Antje, Manu und Katrin aufgrund von Terminen noch zurück nach Magdeburg und für den Rest zurück ins Hotel.

Wer, wie ich, 23.45 Uhr immer noch viel zu aufgedreht war um zu schlafen, der gesellte sich zu Tim und mir an die Hotelbar. Man munkelt, dass vier von uns noch bis in die frühen Morgenstunden dort zu finden waren ;)

17.11.2017

Am nächsten Tag trafen wir uns 10.00 Uhr in der Hotel-Lobby wieder um gemeinsam ins Karolinenviertel zu „Gretchens Villa“ zu fahren wo Inhaberin Steffi uns mit einem großartigen Frühstück empfing. Nachdem Tims (wie ich finde, sehr schöne) Umfrage zum Thema „Dein Lieblingsmoment beim Hamburger Kinderklinikkonzert“ nach dem Abend an der Hotelbar auch hier nochmal fortgesetzt wurde, trennten sich all unsere Wege endgültig. Wer wollte, blieb privat in Hamburg und nutzte die Zeit zum Shopping oder Sightseeing. Ich übergab Anna-Lisa und Nadja meine Aufgaben für die Zeit meiner Abwesenheit und dann ging es zu Ende: Das großartige gemeinsame Abenteuer „1. Hamburger Kinderklinikkonzert“.

Wer unseren Film zum Konzert kennt der weiß, dass ich dort bereits gesagt habe, dass dieses Kinderklinikkonzert für mich schöner war, als ich es mir hätte vorstellen können. Es war eins meiner ganz persönlichen Herzensprojekte. Ich hab in diesem Jahr so manches Mal dafür gekämpft. Gekämpft mit der Müdigkeit nach den zahlreichen 24-Stunden-Diensten hinter denen sich bis zu zwölf Stunden dauernde Bürotage anschlossen. Gekämpft mit dem schlechten Gewissen, weil wenig Zeit für Freude und Familie war und dafür gekämpft, nicht auf den letzten Metern (die vor jedem Kinderklinikkonzert immer wieder hart sind) die Kraft zu verlieren. All das hatte nur einen Grund: Ich weiß wie viele kleine Kämpfer auf den Kinderstationen Tag für Tag so unendlich tapfer sind und wie sehr sie sich diese ablenkenden Momente verdient haben. Ich glaube wir alle aus dem Team sind glücklich und dankbar, dass wir Konzert für Konzert die Möglichkeit haben einen Teil unseres eigenen Glückes abzugeben. Dass wir für ein paar Minuten einen Raum schaffen können, in dem die Patienten für einen Moment einfach Kind sein, gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern ein Konzert erleben und ihren Lieblingsstar anhimmeln dürfen. Dass wir Normalität schenken dürfen, die an diesem Ort leider viel zu oft fehlt und dafür von vielen strahlenden Kinderaugen belohnt werden.
Ich freu mich schon aufs nächste Mal und wünsche euch allen ein paar besinnliche Adventsstunden.
Bis bald und alles, alles Liebe,

eure Nicole
im Namen des gesamten Kinderklinikkonzerte e.V.-Teams.

Danke, dass ihr das alles mit uns möglich gemacht habt:
Max, Lars, Flo, Hie-Sun Yang, Sonja Spahl und ihr Team vom Kinder-UKE, Tim Kramer, Johannes Strate, Dani, Lisa und das gesamte Team von essence und der cosnova GmbH, an die Daimler AG und das Mercedes-Benz-Werk Hamburg, Basti, Sara und Jeni von Vorlautfilm, Danielle von CO-OP Events, das Team vom Hotel „das Smolka“, an alle beteiligten Eventausstatter und Cateringfirmen sowie an all unsere Fördermitglieder und Spender.

Schaut Euch die Fotos zum 1. Hamburger Kinderklinikkonzert an:
Fotos: Tim Kramer