30.09.2026 – Münster
Dritter Tourtag: Ein Tag voller Premieren und magischer Momente
Der dritte Tag unserer Tour war geprägt von einer Premiere nach der anderen. Die Kinderklinikkonzerte feierten ihren Einstand im Universitätsklinikum Münster (UKM), zwei unserer Künstler:innen standen zum ersten Mal auf der etwas anderen Bühne – und ich? Ich musste mir zum ersten Mal auf dieser Tour ein kleines Tränchen wegwischen.
Jede neue Klinik bringt eine ganz eigene Energie mit sich. Vor allem aber eine unverkennbare Vorfreude. Nicht nur bei uns im Team, sondern auch beim Klinikpersonal. Das wurde bereits beim Betreten des UKM sichtbar: Liebevoll gestaltete Plakate lotsten uns den Weg in den fünften Stock des Westturms. Kaum hatten wir das Gebäude betreten, kamen die ersten Fragen: „Wer spielt heute?“ und „Wie können wir euch unterstützen? Was braucht ihr?“
Für uns bedeutet eine neue Klinik vor allem eins: Organisation pur. Wo packen wir die Geschenktüten? Wo stellen wir unser Gepäck ab? Wo sind die Duschen und wie lang sind die Wege?
An diesem Tag bei 28 Grad meisterten wir all das mit Bravour. Fast 200 Geschenktüten waren gepackt, die Konzerte konnten kommen.
Am Nachmittag ging es dann endlich los: drei Künstler:innen, acht Stationen und unzählige Begegnungen. Kamrad, Lori und Marc Atlas bewiesen einmal mehr, welche Kraft Musik hat. Sie rührten Eltern zu Tränen, brachten coole Teenagern zum Mitsingen und kleine Kids zum Tanzen.
Kamrad, der bereits zum 2ten Mal mit uns unterwegs war, entlockte einem Jungen mit seinem Hit „I Believe“ ein begeistertes „Das kenn ich aus dem Radio!“ – und Marc Atlas brachte die Familien in der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit „Paradise“ dazu, so laut nach einer Zugabe zu rufen, dass es durch die Gänge hallte.
Der für mich emotionalste Moment des Tages gehörte der kleinen Svea und ihrer Mama. Schon vor dem Konzertbeginn hatte Sveas Stoffhase „Hasi“ mit meiner Äffchen-Handpuppe (von ihr liebevoll „Affi“ getauft) eine innige Freundschaft geschlossen. Später tanzten die beiden Stofftiere gemeinsam – und Svea strahlte. Als Lori dann „Weil ich dir begegnet bin“ sang, wurde es emotional. Sveas Mama war zu Tränen gerührt vom Text: „Wenn du hier in meinen Armen liegst, weiß ich, dass ich grad nichts vermiss. Auch wenn das Leben mal nicht leicht ist, sei dir sicher ich bin da.“
Svea kuschelte sich an ihre Mama und bei dem Anblick konnte ich einfach nicht anders als ein kleines Tränchen zu verdrücken.
Es folgte ein weiterer besonderer Moment, wenn auch keine Premiere: Die Buchloh Stiftung überraschte uns mit einer Spende von 20.000 €.
Ohne solche Unterstützer:innen wären diese magischen Momente in den Kinderkliniken nicht möglich. Daher ein riesiges Dankeschön an die Buchloh Stiftung und alle, die uns auf dieser Tour begleiten!
Was bleibt von diesem Tourtag? Die Gewissheit, dass Musik nicht nur unterhält. Sie verbindet, heilt und berührt. Und, dass die Musik unserer Künstler:innen jede Begegnung der Kinderklinikkonzerte zu etwas ganz Besonderem macht.
Eure Patricia
Fotos: Julia Tiemann
Video: Calvin Müller
